Itaú optimiert seine „Íon“-Releases durch Automatisierung | NTT DATA

Mi, 25 Februar 2026

Itaú optimiert den Release-Prozess der Investmentplattform Íon durch Automatisierung

Itaú registrierte steigende Anforderungen an schnellere und qualitativ hochwertigere Software-Releases für seine Investmentplattform Íon. Gemeinsam mit NTT DATA transformierte die Bank den gesamten Release-Prozess. Im Rahmen der Initiative Inception führten Automatisierung, verbesserte Engineering-Praktiken und mehr Transparenz zu deutlich kürzeren Release-Zeiten, höherer Qualität und gesteigerter Produktivität, ohne dabei die Sicherheit zu beeinträchtigen.

 

80%

kürzere Release Lead Time macht digitale Services schneller verfügbar

24%

Um 24% kürzere Entwicklungszyklen steigern die Produktivität

70%

70% schnellere Validierung durch automatisierte Tests

Die Herausforderung: Interne Prozesse optimieren

Itaú verfügt über eine starke Innovationskultur im Finanzsektor und entwickelt die digitalen Angebote für seine Kund:innen kontinuierlich weiter. Das gilt auch für Íon Itaú, die Investmentplattform der Bank. Um das Nutzererlebnis weiter zu verbessern, sollte der Software-Entwicklungsprozess sowie die zugrunde liegende Delivery-Infrastruktur effizienter gestaltet werden.

Mehr Agilität, weniger Fehler, höhere Qualität

Ziel war es, die Release Lead Time deutlich zu verkürzen, die Qualität zu steigern und die Produktivität der Teams zu erhöhen, ohne dabei Sicherheit und Systemstabilität zu beeinträchtigen.

Gesucht wurde eine Lösung, die sich an bewährten Software-Engineering-Praktiken orientiert und es ermöglicht, Anpassungen und Fehlerkorrekturen schneller umzusetzen, die Anzahl von Defekten zu reduzieren und die wahrgenommene Qualität aus Nutzersicht zu erhöhen.

Prozesse vereinfachen und Effizienz steigern

Zu Beginn des Projekts identifizierten Itaú und NTT DATA konkrete Optimierungspotenziale im Release-Prozess. Eine initiale Analyse zeigte, welche Schritte verschlankt werden konnten, wo komplexe Workflows durch Automatisierung profitieren würden und an welchen Stellen Prozesse vereinfacht werden konnten, ohne dabei Kompromisse bei Sicherheit, Stabilität und Lieferqualität einzugehen. Basierend auf den Erkenntnissen definierten die Teams gemeinsam einen Weg, um diese Verbesserungen bestmöglich im Einklang mit geschäftlichen Anforderungen zu realisieren.

Transparenz und Performance-Management verbessern

Darüber hinaus sollte das Release-Management transparenter, agiler und stärker datenbasiert gesteuert werden. Die Teams verbesserten die Sichtbarkeit von Daten und Kennzahlen (KPIs) entlang des gesamten Release-Prozesses, konsolidierten Informationen in einer zentralen Umgebung und automatisierten das Reporting. Dadurch wurde eine fundiertere strategische Entscheidungsfindung ermöglicht und die Auslieferung neuer Funktionen gezielter gesteuert.

„NTT DATA überzeugte durch die Fähigkeit, eine ganzheitliche Automatisierungslösung anzubieten und seine technologische Expertise in DevOps und KI mit dem Know-how unserer Teams in diesen Bereichen zu verbinden. Mit dem Fokus auf schnelle und nachhaltige Ergebnisse entstand eine Partnerschaft, die deutliche Effizienzgewinne brachte und sich positiv auf die Customer Experience auswirkte.“

Vinicius Junio de Oliveira Investment Solutions Engineering Manager, Itaú

Die Lösung: Automatisierung, KI und Systemintegration

Um die definierten Ziele zu erreichen, setzten Itaú und NTT DATA gemeinsam eine Reihe von Maßnahmen um, die den gesamten Software-Entwicklungs- und Delivery-Prozess der Plattform Íon modernisierten und verschlankten.

Das Projekt mit dem Namen „Inception“ begann mit dem Aufbau einer robusten Automatisierungspipeline für Build, Testing und Deployment auf Basis von GitHub Actions im Angular-Framework. Dadurch konnten Tests automatisiert ausgeführt und neue Softwareversionen schneller, konsistenter und sicherer ausgerollt werden. Gleichzeitig wurden Engineering-Praktiken gestärkt und der Delivery-Zyklus insgesamt effizienter gestaltet.

Strategischer Einsatz von KI

Ein zentraler Bestandteil der Lösung war die Integration von StackSpot, einer Multiagent-GenAI-Plattform für Softwareentwicklung, die Itaú gemeinsam mit seinem Technologiepartner Zup entwickelt hat. StackSpot wurde in den Entwicklungsworkflow integriert, um die Codequalität zu verbessern und Review-Prozesse zu beschleunigen. Ein automatisiertes Code-Review-System ermöglicht es, kritische Probleme bereits vor der Testphase zu identifizieren.

“StackSpot lernt aus dem Projektkontext und liefert dadurch sehr relevante Hinweise“, sagt Cledson Camargo, Softwareengineer bei NTT DATA. „Die Reife der Pipeline war entscheidend, um automatisierte Regressionen zu vermeiden und Qualität sowie Sicherheit bei Releases zu gewährleisten.”

Darüber hinaus wurde StackSpot zur automatisierten Erstellung von Release Notes eingesetzt. Das beschleunigt nun die Dokumentation und Kommunikation neuer Versionen erheblich. Zusätzlich wurden automatisierte Dashboards implementiert, die Transparenz über den gesamten Release-Prozess schaffen.

Diese Verbesserungen ermöglichten datenbasierte Entscheidungen, etwa bei der Priorisierung von Korrekturen, der Ressourcenplanung oder der realistischen Zielsetzung. Gleichzeitig wurden strukturelle Engpässe innerhalb der Teams sichtbar.

Integration neuer Entwicklungsprozesse

Ein weiterer zentraler Baustein war die Modularisierung des Codes sowie die Einführung einer Abhängigkeitsmatrix mit Rollback-Funktion je nach Abhängigkeit. Dadurch lassen sich Beziehungen zwischen Modulen klar visualisieren und die Auswirkungen von schnellen Korrekturen gezielt bewerten, ohne das gesamte System zu beeinträchtigen. Infolgedessen sind nun wöchentliche Releases möglich, ohne die Stabilität der Anwendung zu gefährden.

„Wir haben das Modell auf einer Architektur mit Micro Frontends und Backend-for-Frontend-Strukturen aufgebaut, wobei jedes Modul separat überwacht wird“, erklärt Camargo. „GitHub Actions automatisiert die Tests für jedes Modul, während GenAI die kontinuierliche Überprüfung unterstützt.“

Die Vorteile: Mehr Geschwindigkeit und höhere Qualität bei jedem Release

Die Auswirkungen der Initiative waren deutlich und verbesserten unmittelbar die Performance der Íon-Plattform. Eine um 80 Prozent verkürzte Release Lead Time ermöglicht es, neue Softwareversionen deutlich schneller an die gesamte Kundschaft auszurollen. Gleichzeitig stieg die Lieferqualität signifikant. Die Defect-Escape-Rate sank messbar, was die Wirksamkeit automatisierter Code-Reviews und Tests belegt.

Gesteigerte Produktivität

Die Entwicklungszyklen verkürzten sich um 24 Prozent, was häufigere und konsistentere Releases ermöglicht. Durch automatisierte Tests reduzierte sich die Validierungszeit um 70 Prozent, wodurch Freigaben ohne Abstriche bei Sicherheit oder Stabilität beschleunigt werden konnten.

Direkter Einfluss auf die Benutzerfreundlichkeit der App

Durch die Kombination aus Automatisierung, GenAI und systematischer Prozessintegration modernisierte Itaú gemeinsam mit NTT DATA den Release-Prozess grundlegend. Das Ergebnis: mehr Agilität, höhere Qualität und gesteigerte Effizienz sowohl intern als auch für die Nutzer:innen der Íon-Plattform. Diese profitieren von einer stabileren Anwendung und einer reibungsloseren User Experience.

„Neben den quantitativen Ergebnissen hat das Inception-Projekt auch das Vertrauen der Stakeholder in Releases gestärkt und die Kommunikation mit Kund:innen verbessert. Gleichzeitig stehen nun klare Daten zum Status von Releases zur Verfügung“, sagt Vinicius Junio de Oliveira, Investment Solutions Engineering Manager, Itaú.


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Diese Fallstudie wurde von einem Unternehmen innerhalb der NTT DATA Inc. Unternehmensgruppe oder ihrer Vorgängergesellschaften erstellt.