Datenströme lassen den Verkehr fließen | NTT DATA

Mi, 11 Dezember 2019 - 6 Minuten

Datenströme lassen den Verkehr fließen

Autonomes Fahren

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Schon heute steckt in Autos mehr Software als in einer Apollo-Rakete zu Zeiten der ersten Mondlandung.

Autonomes Fahren wird den IT-Einsatz weiter vorantreiben, erfordert es doch das Zusammenspiel einer Vielzahl von spezialisierten Steuerungssystemen. Der Datenaustausch, der verschiedene Plattformen, Systeme oder Komponenten mit dem selbstfahrenden Fahrzeug vernetzt, ist eine der großen Herausforderungen für Automobilindustrie und Telekommunikationsanbieter.

Eines ist klar: In Zukunft werden mechanische Komponenten stark an Bedeutung verlieren, während sich die Software zum wichtigsten Fahrzeugelement entwickeln wird. Autonome Fahrzeuge werden zu rollenden Computern – daher müssen Original Equipment Manufacturers (OEMs) und Zulieferer ihre IT- und Software-Kompetenz signifikant ausbauen. Hinzu kommt: Experten gehen davon aus, dass das autonome Fahren täglich Terabytes von Daten produziert. Also sind die effiziente Verarbeitung und Analyse von Daten – teilweise auch in Echtzeit – sowie die Sicherung all dieser Daten von enormer Bedeutung.

Neue Fahrzeugkomponenten – Experten für Car-IT gesucht

entwicklung der Fahrzeug-IT-Architektur in Richtung integrierter Steuergeräte für die Fahrerassistenzfunktionen (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) spielen. Sie ermöglicht überhaupt erst die Verarbeitung, Analyse, Verwendung und Speicherung der erzeugten Daten in Millisekunden. Der Ausbau der Fahrerassistenzsysteme und des damit verbundenen Machine Learning wird zu einem zentralen Erfolgsfaktor sowohl für OEMs als auch für deren Zulieferer. Experten für Car-IT werden voll integrierte Fahrerassistenzsysteme mit Sensoren, Aktoren und Steuergeräten entwickeln müssen, welche die KI für das autonome Fahrzeug und dessen Betriebssystem abbilden. Nicht zuletzt werden sich auch die Entwicklungszyklen – ähnlich wie in der Informationstechnologie – erheblich beschleunigen. Die Automobilbranche benötigt also dringend mehr Software-Spezialisten und IT-Know-how.

Die mobile Navigation der Zukunft - Pilotprojekt mit Karten aus dem Weltraum

Für die Steuerung der Zukunftsmobile spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle – einerseits zahlreiche zusätzliche Sensorik im oder am Für die Steuerung der Zukunftsmobile spielen zwei Faktoren eine entscheidende Rolle – einerseits zahlreiche zusätzliche Sensorik im oder am Auto wie Lidar, Radar oder Kameras. Anderseits muss eine auf Karten basierende satellitengestützte Navigation hinzukommen. Autonomes Fahren: Datenströme lassen den Verkehr fließen. Schon heute steckt in Autos mehr Software als in einer Apollo-Rakete zu Zeiten der ersten Mondlandung. Autonomes Fahren wird den IT-Einsatz weiter vorantreiben, erfordert es doch das Zusammenspiel einer Vielzahl von spezialisierten Steuerungssystemen. Der Datenaustausch, der verschiedene Plattformen, Systeme oder Komponenten mit dem selbstfahrenden Fahrzeug vernetzt, ist eine der großen Herausforderungen für Automobilindustrie und Telekommunikationsanbieter. Auto wie Lidar, Radar oder Kameras. Anderseits muss eine auf Karten basierende satellitengestützte Navigation hinzukommen. Eine aus Satellitenbildern erstellte HD-Karte ermöglicht es der Fahrsoftware, mehrere Datenquellen miteinander zu vergleichen und unterstützt so eine vorausschauende, umweltfreundliche und sichere Fahrweise. Noch sind diese Karten allerdings kaum vorhanden. Bevor autonome Fahrzeuge zu einer gängigen Mobilitätstechnologie werden können, ist es daher notwendig, mehr Gebiete mittels Karten abzudecken. Vor diesem Hintergrund arbeiten das Toyota Research InstituteAdvanced Development (TRI-AD), das Weltraumtechnologieunternehmen Maxar und NTT DATA gemeinsam an einer Machbarkeitsstudie, um Satellitenbilder in fahrzeugfreundliche HD-Karten zu verarbeiten und so automatisiertes Fahren künftig weltweit zu unterstützen.

Car-to-X-Kommunikation

Effizienterer Verkehrsfluss, weniger Unfälle, geringerer Energieverbrauch – das sind nur einige Versprechen, die das autonome Fahren einlösen soll. Hierzu gehört auch eine effiziente Carto-Car- und Car-to-X-Kommunikation, also die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander sowie mit ihrem gesamten Ökosystem wie Ampeln, Parkhausschranken oder Ladestationen. Hinzu kommt das veränderte Fahrerverhalten – der mobile Mitfahrer von morgen verursacht selber einen regen Datenaustausch: will internetbasiert arbeiten, streamen, telefonieren etc. Die Telekommunikationsstruktur wird sich hierauf einstellen müssen. Eine effektive Car-to-X-Kommunikation benötigt mindestens eine 5G-Mobilfunktechnologie. Der größte Mobilfunkanbieter in Japan, NTT DOCOMO, und NTT DATA forschen und entwickeln mit Blick auf die kommerzielle Einführung des Dienstes an 5G. Denn rechtzeitig zur Olympiade im Jahr 2020 in Tokio soll das 5GNetz on air sein. 

Herausforderung virtueller und realer Test - Welche IT-Infrastruktur ist die Richtige?

Erfolg des autonomen Fahrens. Zur Absicherung und Zulassung der autonomen Fahrzeuge müssen Millionen von Testszenarien und virtuelle Testkilometer simuliert werden. In gerade einmal acht Stunden sammelt ein Testfahrzeug etwa 100 Terabyte Daten. Zudem müssen diese Tests weltweit erfolgen. Die Hersteller müssen also riesige Datenmengen möglichst schnell, sicher und dabei kostengünstig verarbeiten. Eine Lösung für diese Herausforderung ist ein Hybrid-Cloud-Konzept, bei dem sich die Kostenvorteile einer Vor-Ort-Infrastruktur mit einer Cloud kombinieren lassen. Neben den Messdaten aus den Realfahrten kommen noch die aus Simulationen generierten Trainingsdaten hinzu. Die zu fahrenden Teststrecken werden virtuell, das heißt mit einem digitalen Modell in einer Simulationsumgebung absolviert. Das Entscheidende ist dabei allerdings nicht, die Anzahl der gefahrenen Kilometer, sondern genügend Szenarien und gemeisterte Gefahrensituationen abzubilden. Um all das zu realisieren, muss die Automotive-Branche ITKompetenz aufbauen – sowohl intern also auch in der Zusammenarbeit mit anderen. Schon jetzt lässt sich beobachten, dass sich im Automotive-Ökosystem neue Wertschöpfungsketten, starke Allianzen und vernetzte Geschäftsmodelle bilden – wie etwa jüngst beim neuen Mobilitäts-Joint Venture von BMW und Daimler. Nun kommt es für alle Beteiligten darauf an, sich hier neu zu positionieren und mit den richtigen Partnern zu vernetzen.




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