Die tägliche Zusammenarbeit mit multinationalen Unternehmen weltweit gibt Aufschluss über Wünsche, die Netzwerkmanager und Führungskräfte formulieren – und die Prioritäten, die sich dahinter verbergen.
Im vergangenen Jahr hat NTT DATA Anforderungen an die Netzwerktransformation zahlreicher Unternehmen analysiert, mit denen wir in 40 Ländern zusammenarbeiten - branchenübergreifend von Fertigung und Einzelhandel bis hin zu Finanzdienstleistungen. Dabei wurde eines deutlich: Trotz unterschiedlicher Formulierungen sind die Bedürfnisse hinsichtlich ihrer Netzwerke im Kern dieselben.
Aus diesen Anforderungen haben wir fünf zentrale Prioritäten abgeleitet: Vereinfachung, Resilienz, Automatisierung, planbare Modernisierung und vertrauenswürdige Partnerschaften.
Netzwerkbedarf Nr. 1: Vereinfachung
Der Wunsch: “Meine Arbeitswelt vereinfachen”
Weltweit kämpfen Unternehmen mit einer stetig wachsenden Netzwerkkomplexität. Diese ist meist das Ergebnis jahrelanger Fusionen, Übernahmen und vermeintlich temporärer Lösungen, die dann doch dauerhaft Bestand hatten. Für Netzwerkteams bedeutet das heute oft einen schwer beherrschbaren Mix aus Einzellösungen, zahlreichen Anbietern sowie uneinheitlichen oder inkompatiblen Standards über Regionen und Standorte hinweg.
Es überrascht daher kaum, dass 90 Prozent der Unternehmen angeben, dass veraltete Infrastrukturen die Einführung von GenAI und Innovationen ausbremsen.
Der Wunsch nach Vereinfachung äußert sich dabei in unterschiedlichen Formulierungen:
- „Wir brauchen mehr Planbarkeit.“
- „Wir wollen weniger Eskalationen.“
- „Wir verbringen zu viel Zeit mit reaktiver Problemlösung.“
- „Transformation dauert zu lange.”
Das eigentliche Problem: “Unser Netzwerk ist zu komplex.”
Was Unternehmen tatsächlich brauchen, ist eine konsequente Konsolidierung und Vereinheitlichung ihrer Netzwerklandschaft. Dazu gehört, Campus- und Niederlassungsstrukturen zusammenzuführen, WAN- und Cloud-Konnektivität strategisch aufeinander abzustimmen sowie Netzwerk und Sicherheit integriert zu betrachten.
Allein durch die Konsolidierung von 47 Netzwerkmanagement-Tools auf einer einzigen Plattform konnte ein global agierendes Fertigungsunternehmen seinen operativen Aufwand um sechzig Prozent reduzieren – mit deutlich weniger Reibungsverlusten und wesentlich höherer Kontrolle.
Die wichtigste Erkenntnis für Netzwerkmanager
Komplexität entsteht durch Vielfalt und Variationen. Führende Unternehmen begegnen diesem Problem deshalb mit konsequenter Standardisierung – von Hardware bis zu Betriebssystemen.
Setzen Sie auf Netzwerkmodelle, die Designs vereinheitlichen, globale Standards ermöglichen und operative Komplexität im Tagesgeschäft nachhaltig reduzieren. So kann Ihr Team den Fokus von permanenter Problembewältigung auf Innovation und Geschäftswachstum verlagern.
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Netzwerkbedarf Nr. 2: Resilienz
Der Wunsch: “Mein Risiko reduzieren, ohne mich auszubremsen”
Kein Unternehmen kann sich die Folgen größerer Netzwerkausfälle leisten, egal ob diese die Produktion, die Logistik, den Einzelhandel oder digitale Kanäle betreffen. Aber selten hört man die Aussage: „Unser Netzwerk ist anfällig.“ Stattdessen sagen Netzwerkverantwortliche Dinge wie:
- „Wir brauchen Zero Trust.“
- „Wir wollen von reaktiven zu vorausschauenden Betriebsmodellen wechseln.“
- „Wir benötigen Echtzeit-Transparenz über die Performance unserer Anwendungen.“
- „Wir wollen Schwachstellen minimieren.“
- „Wir brauchen konsistente Sicherheit über alle Standorte hinweg.“
Das eigentliche Problem: „Wir können uns Ausfallzeiten nicht leisten.“
Im Kern geht es um Vertrauen in die Stabilität und Sicherheit des Netzwerks – gerade unter hoher Belastung. Dieses Vertrauen entsteht durch umfassendere Transparenz, starke Segmentierung und Zugriffskontrolle, schnellere Eindämmung und Behebung von Vorfällen sowie kontinuierliche Validierung.
Sicherheit spielt dabei eine zentrale Rolle. Nach den Erfahrungen von NTT DATA beheben Unternehmen mit intelligenten, autonomen Netzwerken 96 Prozent der Sicherheitsprobleme, bevor sie den Netzwerkbetrieb beeinträchtigen. Proaktive, KI-gestützte Ansätze konnten die Zahl kritischer Netzwerkvorfälle zudem um nahezu vierzig Prozent senken.
Die wichtigste Erkenntnis für Netzwerkmanager
Resiliente Netzwerke sind darauf ausgelegt, Ausfälle zu antizipieren. Sie schützen die Geschäftsprozesse, noch bevor die Auswirkungen überhaupt bemerkt werden.
Setzen Sie auf Strategien, die proaktive Überwachung, prädiktive Erkenntnisse und automatisierte Reaktionen miteinander verbinden, um Resilienz als fortlaufende strategische Disziplin zu etablieren. Verankern Sie Sicherheitsprinzipien wie Zero Trust, Richtlinienautomatisierung und kontinuierliche Validierung von Beginn an direkt in Ihrer Netzwerkarchitektur.
Netzwerkbedarf Nr. 3: Automatisierung
Der Wunsch: “Mit weniger mehr erreichen”
IT-Teams in Unternehmen stehen massiv unter Druck. Mehr Standorte, mehr Endgeräte und mehr Cloud-Workloads erhöhen nicht nur die Komplexität, sondern auch Sicherheitsrisiken und operative Belastungen.
Auch unsere Daten bestätigen das, vor allem da ein Großteil der Netzwerkaufgaben nach wie vor manuell ausgeführt wird.
Netzwerkmanager formulieren es häufig so:
- „Wir müssen Kosten optimieren, weil Budgets stagnieren.“
- „Wir wollen uns auf Innovation konzentrieren, nicht auf manuelle Betriebsprozesse.“
- „Wir brauchen durchgängige End-to-End-Transparenz.“
- „Wir wollen Automatisierung statt zusätzlichen Personals.“
Das eigentliche Problem: “Wir können nicht schnell genug rekrutieren, um das Team zu entlasten.”
Der Kern des Problems liegt im zunehmenden Ressourcenengpass. Unternehmen, die konsequent auf Netzwerkautomatisierung setzen, erzielen laut Beobachtungen von NTT DATA erhebliche Effizienzgewinne – darunter eine Steigerung der operativen Effizienz um 50 Prozent sowie eine siebenfache Reduzierung der Tickets pro Gerät.
Die wichtigste Erkenntnis für Netzwerkmanager
Der nächste logische Schritt ist ein KI-gestützter Netzwerkbetrieb mit Automatisierung-first-Ansatz. Dafür benötigen Unternehmen eine Plattform mit integrierten, einheitlichen Tools, reduzierter operativer Komplexität, vereinfachtem Anbietermanagement, umfassender Transparenz über die gesamte Netzwerkumgebung.
Das Ziel besteht darin, operative Lasten schrittweise zu minimieren und von internen Teams auf intelligente Plattformen zu verlagern – und zunehmend auf KI-gestützte Agenten, die Probleme autonom erkennen, verhindern und beheben können.
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Netzwerkbedarf Nr. 4: Planbare Modernisierung
Der Wunsch: “Das Unternehmen zukunftssicher machen, ohne den Betrieb zu stören.”
Modernisierung bedeutete früher häufig groß angelegte, disruptive Kompletttransformationen. Heute jedoch müssen Netzwerke kontinuierliche und schnelle Veränderungen unterstützen, da immer mehr Unternehmensdaten außerhalb traditioneller zentralisierter Rechenzentren und Public-Cloud-Umgebungen entstehen und verarbeitet werden – insbesondere am Edge.
Gleichzeitig zeigen Untersuchungen von Omdia, dass 43 Prozent der Netzwerkverkehrsströme inzwischen durch KI beeinflusst werden. Ein InfoBrief von IDC und NTT DATA kommt zudem zu dem Ergebnis, dass 50 Prozent der Unternehmen, die sich in einer frühen Phase der GenAI-Einführung befinden, KI in 10 bis 20 Anwendungen integrieren werden.
Netzwerkmanager sagen daher:
- „Wir brauchen standardisierte Vorgehensmodelle.”
- „Wir benötigen Zero-Touch-Provisioning.“
- „Wir müssen global modernisieren – schnell.“
Das eigentliche Problem: “Wir können uns keine unkontrollierte Transformation leisten.”
Was tatsächlich gefragt ist, ist eine Modernisierung, die planbar und mit minimalen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb umgesetzt werden kann.
Dies gelingt durch standardisierte Designs, Remote-First-Implementierung und automatisierte Bereitstellung, die Ausfallzeiten reduzieren, Vor-Ort-Einsätze minimieren und globale Konsistenz sicherstellen.
Die wichtigste Erkenntnis für Netzwerkmanager
Die Modernisierung von Unternehmensnetzwerken hat sich von groß angelegtem „Heavy Lifting“ zu intelligenter, planbarer Transformation entwickelt. Arbeiten Sie mit Partnern zusammen, die diesen grundlegenden Wandel verstehen und Modernisierung wiederholbar sowie mit minimalen Auswirkungen gestalten.
Vermeiden Sie architektonische Sackgassen, indem Sie Cloud-native Architekturen, API-orientierte Plattformen, automatisierungsfähige Umgebungen und Flexibilität über hybride Infrastrukturen hinweg priorisieren.
Netzwerkbedarf Nr. 5: Vertrauenswürdige Partnerschaften
Der Wunsch: “Mit einem Partner zusammenarbeiten, der Betrieb und Transformation gleichermaßen unterstützt”
Netzwerkmanager kennen den erheblichen Aufwand, der entsteht, wenn unterschiedliche Anbieter für den laufenden Netzwerkbetrieb, Transformation und Innovation, Vor-Ort-Support sowie Sicherheit koordiniert werden müssen.
Entsprechend formulieren sie ihre Anforderungen häufig so:
- „Wir brauchen eine einheitliche Governance.“
- „Wir brauchen garantierte Ergebnisse.“
- „Wir wollen eine integrierte Roadmap.“
Das eigentliche Problem: „Wir wollen nicht mehrere Netzwerkpartner koordinieren müssen.“
In der Praxis bedeutet dies einen einzigen, verantwortlichen Partner zu finden, der den gesamten Netzwerklebenszyklus ohne Übergaben oder Verantwortungslücken abdecken kann.
Die Auswirkungen können erheblich sein: Die BMW Group arbeitete mit NTT DATA zusammen, um den Betrieb von 40.000 Netzwerkgeräten und 30.000 Servern zu modernisieren und zu automatisieren, wodurch eine Genauigkeit von 99 % bei der Diagnose von Netzwerkfehlern erreicht wurde.
Auch Pick n Pay, eine führende südafrikanische Supermarktkette, modernisierte ihr Netzwerk mithilfe eines softwaredefinierten WANs und KI-gestützter Betriebsmodelle. Dank unterbrechungsfreier Konnektivität konnte das Unternehmen rollierende Stromausfälle erfolgreich bewältigen und seinen Umsatz innerhalb von sechs Monaten um ein Prozent steigern.
Die wichtigste Erkenntnis für Netzwerkmanager
Mit zunehmender Komplexität von Netzwerkumgebungen sollten Unternehmen auf Betriebsmodelle setzen, die Vereinheitlichung, Betrieb, Weiterentwicklung, Sicherheit und Modernisierung unter einem gemeinsamen Rahmenwerk und einer global skalierbaren Roadmap zusammenführen.
Leistungsstarke Partnerschaften zeichnen sich durch klare Verantwortlichkeiten aus. Ziehen Sie daher die Zusammenarbeit mit einem einzigen Partner in Betracht, der Verantwortung für Ergebnisse übernimmt. So vermeiden Sie Übergaben und schaffen die Grundlage für eine kontinuierliche Netzwerktransformation.
Was wollen Netzwerkmanager wirklich?
Die Botschaft ist eindeutig: Netzwerkmanager brauchen intelligente Netzwerke, die gleichermaßen resilient und sicher sind – unterstützt durch eine Netzwerktransformationsstrategie, die den Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigt, sowie durch Partnerschaften, die langfristig auf jede Herausforderung vorbereitet sind.
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