Future of Work 2030: KI im Arbeitsalltag | NTT DATA

Di, 31 März 2026

​​„Future of Work 2030“: Wie KI im Arbeitsalltag Wirkung entfaltet​

Der Arbeitsplatz war schon immer ein Testfeld für technologische Fortschritte. Jede neue Errungenschaft verspricht dasselbe: Arbeit wird intelligenter, schneller und effizienter. Die Praxis sieht oft anders aus, vor allem dann, wenn Technologien isoliert eingeführt werden.

Da bildet auch KI keine Ausnahme. Nicht weil sie nicht leistungsfähig wäre, sondern weil sie ihren Wert nicht im Alleingang entfalten kann.

Warum das so ist, zeigt der „Future of Work 2030“ Report der Everest Group, basierend auf einer weltweiten Umfrage unter mehr als 330 Unternehmen. Gleichzeitig macht er deutlich: Ein echter Wandel ist im Gange. Unternehmen lösen sich von isolierten Pilotprojekten und bewegen sich hin zur Konvergenz – einer integrierten Arbeitsumgebung, in der Arbeitsplatz, Netzwerk und Außendienst nahtlos zusammenspielen.

Wie also wird Arbeit im Jahr 2030 aussehen? Bevor wir nach vorn blicken, lohnt sich zunächst ein Schritt zurück.

Fragmentierte Systeme beeinträchtigen die Wirksamkeit von Investitionen

In den vergangenen zehn Jahren haben Unternehmen massiv in Automatisierung, Cloud und Kollaborationsplattformen investiert, um eine zunehmend hybride Arbeitswelt zu unterstützen.

Trotz dieser Modernisierung bleiben die Ergebnisse häufig hinter den Erwartungen zurück. Instabile Netzwerke setzen der Leistungsfähigkeit klare Grenzen. Produktivitätsgewinne fallen uneinheitlich aus. Und obwohl Mitarbeitende täglich mit diesen Technologien arbeiten, wurde ihre Zufriedenheit oft nicht konsequent berücksichtigt.

Die Ursache liegt selten in der Technologie selbst. Vielmehr arbeiten die meisten Organisationen noch immer in fragmentierten Strukturen statt in integrierten Umgebungen. KI wird zusätzlich „oben drauf“ gesetzt, statt tief in Arbeitsabläufe integriert zu sein. Ohne diese Integration kann sich Intelligenz jedoch nicht skalieren.

Was die Everest-Studie zeigt

Die Studie „Future of Work 2030“ bringt es auf den Punkt: Es fehlt nicht an Technologie, sondern an Zusammenhalt im System. Sie zeigt, wo Transformation ins Stocken gerät, und macht deutlich, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit KI den erwarteten Mehrwert liefert.

Warum KI die Grundlage für Konvergenz ist

Für messbare Geschäftsergebnisse ist enge Verzahnung von Workplace-, Netzwerk- und Außendienstumgebungen zu einem integrierten Betriebsmodell ist entscheidend. Echter Mehrwert entsteht jedoch erst, wenn Intelligenz durchgängig in dieses System eingebettet ist. Genau hier wird KI zur Grundlage der Konvergenz.

Laut Analyse der Everest Group erwarten erwarten 74 Prozent der Unternehmen bis 2030, dass Mitarbeitende KI nicht mehr nur testen, sondern ganz selbstverständlich im Alltag nutzen und sich bei den meisten ihrer täglichen Aufgaben auf KI-Copiloten verlassen.

Voraussetzung dafür ist ein kontinuierlicher Fluss von Intelligenz durch integrierte Umgebungen. KI unterstützt Arbeit dort, wo sie entsteht, statt in isolierten Tools zu verbleiben.

Die Qualifikationslücke gezielt schließen

Mit der stärkeren Verankerung von KI in Kernprozessen und Entscheidungen wächst auch der Bedarf an neuen Kompetenzen. Technisches Know-how ist dabei nur ein Teil der Herausforderung. Vielen Mitarbeitenden fehlt die Sicherheit im Umgang mit intelligenten Systemen – und das Verständnis dafür, wo Automatisierung echten Mehrwert schafft.

48 Prozent der Unternehmen nennen mangelnde Akzeptanz oder Widerstände als zentrales Hindernis bei der Skalierung der Workplace-Transformation. Ohne Rückhalt in der Belegschaft lässt sich KI jedoch nicht nachhaltig etablieren. Kontinuierliche Investitionen in Qualifizierung und Change Management sind daher entscheidend, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Die 4C-Roadmap für die Arbeitswelt von morgen

Damit KI echten Mehrwert liefert, braucht es einen klaren Ansatz, der Technologie, Infrastruktur und Nutzererlebnis zusammenführt. Die Everest Group beschreibt dieses Modell als „4C-Modell der Arbeit der Zukunft“: Composable, Cognitive, Connected und Curated.

  1. Composable: Flexible, modular aufgebaute Arbeitsumgebungen, die sich kontinuierlich anpassen lassen. Plug-and-Play-Architekturen ermöglichen es, Funktionen hinzuzufügen, zu ändern oder zu skalieren, ohne die gesamte Umgebung neu aufsetzen zu müssen.
  2. Cognitive: KI wird Teil des Arbeitsalltags. Copiloten, Automatisierung und KI-Agenten unterstützen Aufgaben und Entscheidungen in Echtzeit und bringen Intelligenz direkt in den Workflow.
  3. Connected: Eine stabile, leistungsfähige Netzwerkbasis verbindet Systeme und Standorte und ermöglicht den durchgängigen Fluss von Intelligenz in Echtzeit über alle Arbeitsumgebungen hinweg – vom Büro bis in den Außendienst.
  4. Curated: Berücksichtigt den menschlichen Faktor. Tools und Anwendungen werden gezielt auf Rollen und Arbeitsweisen abgestimmt, sodass sie im Arbeitsalltag intuitiv und häufig nutzbar sind.

Organisationen, die alle vier Dimensionen umsetzen, bezeichnet die Everest Group als „Best-in-Class“. Sie erzielen nachweislich bessere Ergebnisse in der Workplace-Transformation und eine höhere KI-Adoption.

Der Mehrwert zeigt sich in der Praxis

Mit dem Übergang von Strategie zu Umsetzung erwarten Unternehmen deutliche Fortschritte in mehreren Bereichen:

  • Produktivität: 57 Prozent rechnen bis 2030 mit Produktivitätssteigerungen von über 35 Prozent durch GenAI und Agentic AI.
  • Resilienz: Unternehmen gehen davon aus, dass die Konvergenz von IT- und OT-Umgebungen Sicherheit und Betriebskontinuität stärkt.
  • Erfahrungsparität: Obwohl aktuell nur 22 Prozent der Unternehmen Frontline-Arbeit gezielt stärken, zeigt die Studie: Wer hier investiert, erzielt in der Regel einen höheren ROI als Unternehmen, die sich weiterhin primär auf Büroarbeitsplätze konzentrieren.
  • Steuerung nach Wirkung: Telemetriedaten zeigen in welchem Umfang Mitarbeitende KI annehmen, während ergebnisorientierte Experience Level Agreements (XLAs) den geschäftlichen Nutzen ergänzend zu SLAs messbar machen.

Der Handlungsrahmen ist klar: Silos aufbrechen, gezielt in Qualifizierung investieren, Beschaffungsmodelle stärker an Ergebnissen ausrichten und Frontline-Rollen konsequent einbeziehen.

NTT DATA: Heute die Grundlagen für 2030 schaffen

NTT DATA hilft Unternehmen, Workplace-Strategien in messbare Ergebnisse zu überführen. Als weltweit anerkannter Anbieter von Digital Workplace Services und Microsoft Modern Work Lösungen begleitet NTT DATA die Umsetzung des 4C-Modells – mit Agentic AI und intelligenter Automatisierung zur Entlastung im Arbeitsalltag.

Erste Ergebnisse sind bereits sichtbar: Mitarbeitende eines großen US-Finanzdienstleisters greifen direkt über Microsoft Teams auf spezifische Anwendungsfälle zu. Probleme werden schneller gelöst, Support ist nahtlos in den Arbeitsalltag integriert. Das Ergebnis ist eine konsistente Employee Experience und schneller realisierter Mehrwert aus der Transformation.

Mit der zunehmenden Integration von KI in operative Abläufe entscheidet der Arbeitsplatz einmal mehr darüber, ob technologische Potenziale tatsächlich in Geschäftserfolg übersetzt werden. Nur wenn Intelligenz, Infrastruktur und Nutzererlebnis zusammen gedacht werden, wird aus diesem Wandel keine verpasste Chance.


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